
Was versteht man unter zahnärztlichen Implantaten?
Bei den zahnärztlichen Implantaten handelt es sich um Titan- oder Keramikkörper, die als künstliche Zahnwurzeln in den Kieferknochen eingebracht werden.
Die Implantate sind in der Regel zweigeteilt.
Ein Teil ist in den Kieferknochen versenkt und der zweite Teil besteht aus einem Pfosten, der durch die Schleimhaut tritt und in die Mundhöhle ragt.
Wie geht die Implantation vor sich?
Der Einsatz des Implantats erfolgt schrittweise:
Am Anfang steht eine gründliche Untersuchung und Planung der Implantatposition. Stellt der Zahnarzt dabei Zahn- oder Zahnfleischerkrankungen fest, müssen diese zuerst behandelt werden und ausheilen, bevor die Implantation beginnen kann.
Erst dann wird die künstliche Zahnwurzel eingesetzt, in der Regel ambulant unter örtlicher Betäubung.
In den folgenden drei bis acht Monaten muss das Implantat einheilen und fest mit dem Kieferknochen verwachsen. Diesen Prozess kontrolliert der Zahnarzt regelmäßig.
Zum Schluss werden das Verbindungsstück und die neue Zahnkrone oder Brücke eingesetzt.




Wie lange gibt es schon Implantate?
Implantate als Zahnwurzelersatz werden seit etwa 1960 verwendet. Solange kann man auch auf erfolgreiche klinische Ergebnisse zurückgreifen.
Weltweit sind einige Millionen Patienten mit Implantaten versorgt worden.
In Deutschland wurde die Implantologie im Jahr 1982 wissenschaftlich anerkannt und ist in ihrem praktischen Einsatz inzwischen voll ausgereift.

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Aus welchem Material bestehen Implantate?
Die überwiegende Anzahl der eingebrachten zahnärztlichen Implantate besteht zurzeit aus Titan oder Titanverbindungen,
ein geringer Anteil aus Keramikverbindungen.
Alle Implantatmaterialien sind körperverträglich und lösen sich im Gewebe nicht auf.
Bis heute sind keine allergischen Reaktionen bekannt.
Welche medizinischen Vorteile haben Implantate?
• das Beschleifen von natürlichen gesunden Zähnen entfällt
• Schaffung einer neuen künstlichen Zahnwurzel
• sie ermöglichen festsitzenden Zahnersatz
• mehr Sicherheit beim Sprechen, Singen und Lachen
• größere Kaukraft und hoher Tragekomfort
• auch bei zahnlosem Kiefer lassen sich Prothesen auf Implantaten sicher befestigen
• die Implantataufbauten sind problemlos austauschbar
• der Knochenschwund wird reduziert
Was gewährleistet den Erfolg?
Am Erfolg sind nur zwei Personen beteiligt: der Patient und der Zahnarzt.
Das Einbringen eines Implantats ist eine zahnärztlich chirurgische Tätigkeit, die viel Erfahrung und besondere Kenntnisse erfordert.
Der Patient trägt zum Erfolg der Implantation in erster Linie mit seiner persönlichen Zahnpflege bei. Eine sehr sorgfältige Mundhygiene ist bei Implantaten mindestens genauso wichtig wie bei den eigenen Zähnen.
Etwa jedes halbe Jahr sollte eine professionelle Zahnreinigung stattfinden, um eine optimale Sauberkeit und damit eine lange Haltbarkeit des Implantates zu gewährleisten.
Übermäßiges Rauchen schadet dem Implantaterfolg.
(Bildquellenangabe zu dieser Seite: sämtliche Bilder von "proDente e.V.")





